Barrierefreiheit im Web:
Leitfaden für Österreich 2025/2026
WCAG 2.1, BaFG und ÖNORM verständlich erklärt — mit Checkliste, Kostenschätzung und konkreten Tipps für Ihre Website in Wien.
Warum Barrierefreiheit jetzt Pflicht wird
In Österreich leben rund 1,3 Millionen Menschen mit einer Beeinträchtigung — das entspricht etwa 15 % der Bevölkerung. Hinzu kommen ältere Nutzerinnen und Nutzer, Menschen mit temporären Einschränkungen (z. B. einem gebrochenen Arm) und alle, die gerade in einer lauten Umgebung kein Audio hören können. Barrierefreies Webdesign ist also kein Nice-to-have für eine kleine Minderheit, sondern besseres Design für alle.
Mit dem Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), das seit 28. Juni 2025 gilt, ist für viele österreichische Unternehmen Barrierefreiheit auch gesetzlich vorgeschrieben. Und selbst wenn Sie als Kleinunternehmen ausgenommen sind: Suchmaschinen, allen voran Google, belohnen barrierefreie Websites mit besseren Rankings.
Drei Gesetze, die Sie kennen sollten
- BaFG (Barrierefreiheitsgesetz): Österreichische Umsetzung des EU European Accessibility Act — gilt für Unternehmen ab 10 Mitarbeitenden oder 2 Mio. € Umsatz für neue digitale Produkte und Dienstleistungen seit 28. Juni 2025.
- WAD (Web Accessibility Directive): EU-Richtlinie für öffentliche Stellen und Behörden — bereits seit 2019 in Kraft, fordert WCAG 2.1 Level AA und eine Barrierefreiheitserklärung.
- ÖNORM A 1080 / EN 301 549: Technische Normen, die die WCAG 2.1 Kriterien in den österreichischen Rechtsrahmen einbetten und als harmonisierte Norm für BaFG-Konformität anerkannt sind.
BaFG-Zeitplan: Was wann gilt
Die Übergangsfrist ist keine Entschuldigung zum Warten — wer früh startet, vermeidet Nachbesserungskosten und profitiert länger vom SEO-Vorteil.
WAD-Frist für öffentliche Stellen: Websites
Alle Websites öffentlicher Einrichtungen mussten WCAG 2.1 AA erfüllen und eine Barrierefreiheitserklärung veröffentlichen.
WAD-Frist: Mobile Applikationen
Mobile Apps öffentlicher Stellen unterlagen ab diesem Datum denselben Anforderungen wie Websites.
BaFG tritt in Kraft — Neue Produkte & Dienste
Neue Websites, Online-Shops und digitale Dienste von Unternehmen ab 10 MA oder 2 Mio. € Jahresumsatz müssen barrierefrei sein.
BaFG: Bestandsprodukte mit Laufzeitverträgen
Ältere Dienste, die vor dem 28. Juni 2025 bereits bestanden und unter laufende Verträge fallen, erhalten eine verlängerte Übergangsfrist bis 2030.
Achtung: Bei Verstößen gegen das BaFG können österreichische Marktüberwachungsbehörden Bußgelder verhängen. Die zuständige Behörde kann Produkte vom Markt nehmen oder Vertriebsverbote aussprechen. Klären Sie Ihre Pflichten frühzeitig ab — wir helfen Ihnen dabei.
WCAG 2.1 verständlich erklärt: Die 4 Prinzipien
WCAG steht für „Web Content Accessibility Guidelines" und ist der internationale Standard für barrierefreie Webinhalte. Hinter den 78 Erfolgskriterien stecken vier einfache Grundprinzipien:
1. Wahrnehmbar
Alle Inhalte müssen von den Sinnen wahrnehmbar sein. Bilder brauchen Alternativtexte, Videos Untertitel, Audio-Inhalte Transkripte. Kontraste müssen ausreichend stark sein.
2. Bedienbar
Alle Funktionen müssen mit der Tastatur erreichbar sein — nicht nur mit der Maus. Nutzerinnen und Nutzer brauchen genug Zeit zum Lesen, und Inhalte dürfen keine Anfälle auslösen.
3. Verständlich
Texte und Bedienelemente müssen klar und verständlich sein. Fehlermeldungen müssen hilfreich sein, Sprache muss korrekt ausgezeichnet sein, Formulare müssen Hinweise geben.
4. Robust
Inhalte müssen auch mit Hilfstechnologien wie Screen Readern funktionieren. Sauberes, semantisches HTML ist die Basis — kein DIV-Soup, korrekte ARIA-Rollen.
Level A, AA und AAA — Was bedeutet das?
WCAG 2.1 kennt drei Konformitätsstufen. Level A sind absolute Mindestanforderungen — deren Fehlen schließt bestimmte Nutzergruppen komplett aus. Level AA ist der gesetzliche Standard in Österreich und der EU und realistisch für alle Websites umsetzbar. Level AAA ist die höchste Stufe und für spezialisierte Dienste gedacht — eine vollständige AA-Konformität ist bereits ein sehr gutes Ergebnis.
Barrierefreiheits-Checkliste für Ihre Website
Diese Checkliste orientiert sich an WCAG 2.1 Level AA und den häufigsten Problemen, die wir in unseren Accessibility-Audits bei Wiener KMU-Websites finden:
alt="".
outline: none ohne Alternative.
<label>. Placeholder-Text allein reicht nicht aus.
<html lang="de"> oder lang="de-AT" — Screen Reader sprechen Inhalte sonst mit falscher Aussprache.
Was kostet barrierefreies Webdesign in Wien?
Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern eine Investition, die sich mehrfach auszahlt: durch weniger Abbrüche, bessere Suchmaschinen-Platzierungen und rechtliche Sicherheit. Hier unsere aktuellen Richtwerte:
Automatisierter + manueller Prüfbericht Ihrer bestehenden Website mit Priorisierung der Mängel.
Umsetzung der kritischsten Accessibility-Fehler im Theme und Content. Aufwand je nach Seitenumfang.
Von Anfang an WCAG-konform entwickelt — effizienter und günstiger als nachträgliche Anpassungen.
Im WordPress-Support-Paket inkl. regelmäßige Accessibility-Prüfung bei Updates.
Barrierefreiheit und SEO: Der Doppelnutzen
Was für Screen-Reader-Nutzer zugänglich ist, ist meist auch für Google besser lesbar. Alternativtexte verbessern die Bildsuche, semantisches HTML erleichtert das Crawling, schnelle Ladezeiten sind sowohl ein Core-Web-Vitals- als auch ein Accessibility-Kriterium. Mit einer barrierefreien Website bekommen Sie beides in einem Schritt — mehr dazu auf unserer SEO-Leistungsseite.
So gehen wir bei ISW vor
Unser Accessibility-Prozess ist praxisorientiert und auf kleine und mittlere Unternehmen in Wien zugeschnitten — ohne Bürokratie-Overhead, aber mit nachweisbarem Ergebnis.
Schritt 1 — Automatisierter Erst-Scan
Mit Tools wie axe DevTools und Google Lighthouse prüfen wir alle Unterseiten Ihrer Website auf bekannte Accessibility-Fehler. Der Scan liefert in kurzer Zeit einen ersten Überblick über ca. 30–40 % der WCAG-Kriterien.
Schritt 2 — Manueller Experten-Test
Automatisierte Tools erkennen nur rund ein Drittel aller Barrieren. Unsere Experten testen zusätzlich Tastaturbedienbarkeit, Fokus-Reihenfolge, Formulare, Farbkontraste und Screen-Reader-Kompatibilität manuell.
Schritt 3 — Priorisierter Maßnahmen-Plan
Wir kategorisieren alle Befunde nach Schweregrad (Kritisch / Wichtig / Verbesserung) und nach Aufwand (Quick Win / Mittel / Komplex). So wissen Sie sofort, womit Sie den größten Unterschied machen — und was warten kann.
Schritt 4 — Umsetzung und Dokumentation
Nach Ihrer Freigabe beheben wir die Mängel direkt in Ihrem WordPress-Theme und den Inhalten. Zum Abschluss erhalten Sie einen Nachtest-Bericht und — auf Wunsch — einen Entwurf für Ihre Barrierefreiheitserklärung.
Unser Qualitätsversprechen
- 73+ realisierte Projekte — seit 2018 produzieren wir WordPress-Websites in Wien.
- Lokaler Ansprechpartner — unser Büro ist in Wien 1220 Donaustadt, persönliche Termine möglich.
- Kein Outsourcing — Audit und Umsetzung durch unser hauseigenes Team.
- Transparente Preise — Kostenvoranschlag vor Projektbeginn, keine versteckten Stunden.
Häufige Fragen zur Web-Barrierefreiheit
Was ist das BaFG und wen betrifft es?
Was bedeutet WCAG 2.1 Level AA konkret?
Brauche ich eine Barrierefreiheitserklärung auf meiner Website?
Wie viel kostet barrierefreies Webdesign in Wien?
Verbessert Barrierefreiheit das Google-Ranking?
Kann ich meine bestehende WordPress-Website barrierefrei machen?
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Wir prüfen Ihre Website auf Accessibility-Mängel und zeigen Ihnen, wo der größte Handlungsbedarf besteht — konkret, priorisiert und ohne Fachchinesisch.
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